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von Casey Jones Labs · 4 Min. Lesezeit

Geschichte des Flughafens von San Francisco: Das Tor zum Pazifik, das mit der China Clipper begann

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Inhaltsverzeichnis

Am 22. November 1935 hob ein Martin M-130 Flugboot namens „ China Clipper von der Alameda Bay ab, um Post über Honolulu, Midway, Wake und Guam nach Manila zu transportieren. Sechs Tage pro Strecke, 1.800 Kilogramm Nutzlast und zunächst nur ein einziger zahlender Passagierplatz. Dieser eine Flug revolutionierte die kommerzielle Luftfahrt und rückte San Francisco in ihr Zentrum.

Eine Bucht, eine Inselkette und ein langer Ozean

San Franciscos Rolle in der Langstreckenluftfahrt war schon immer vor allem geografisch bedingt. Die Stadt liegt etwa 5.900 km von Honolulu und weitere 3.800 km von Tokio entfernt (über die Großkreisroute). In den 1930er-Jahren konnte kein landgestütztes Verkehrsflugzeug diese Distanz mit zahlenden Passagieren überbrücken. Pan American Airways löste das Problem mit Flugbooten und einer Reihe von Basen auf Inseln im mittleren Pazifik. Pan Am nutzte für diese Flüge nicht einmal Mills Field (den späteren Flughafen von San Francisco). Das Terminal befand sich auf dem Gelände der Marinefliegerstation Alameda, auf der anderen Seite der Bucht.

Der Flughafen Mills Field wurde 1927 auf einem 60 Hektar großen Milchviehbetrieb im San Mateo County eröffnet. 1931 wurde er zum städtischen Flughafen von San Francisco und erhielt 1955 mit der Inbetriebnahme der für Düsenflugzeuge geeigneten Start- und Landebahnen seinen heutigen Status als internationaler Flughafen. Die drei Start- und Landebahnpaare des Flughafens liegen auf aufgeschüttetem Wasser, weshalb Nebel und Seitenwind den Flugbetrieb stärker beeinflussen als an den meisten anderen US-Flughäfen.

Die Nachkriegsgeschichte San Franciscos ist geprägt von einer Reihe wechselnder Fluggesellschaften. United Airlines machte San Francisco (SFO) in den 1940er-Jahren zu ihrem Westküsten-Hauptsitz und blieb dort bis heute. Pan Am verlegte 1946 ihren Linienflugbetrieb nach SFO, nachdem die Langstreckenmaschine Boeing 377 Stratocruiser die Flugboote überflüssig gemacht hatte. In den 1980er-Jahren wickelte SFO den Großteil der US-Flüge nach Tokio, Seoul, Hongkong und Manila ab. Eine Generation von Großraumflugzeugen – die 747SP, die frühen A340 und die 777-200LR – erwarb sich ihre Langstreckentauglichkeit auf den Pazifikflügen ab der Bucht von San Francisco.

Welche Rolle spielt San Francisco in SkyChart

San Francisco erscheint in SkyChart als erstklassiger Verkehrsknotenpunkt mit einem Wirtschaftswert von 95 (dem Maximalwert) und einer touristischen Attraktivität von 90. Von den 496 Städten in der Simulation erreichen nur neun diese Spitzenposition, und SFO ist der einzige US-amerikanische Verkehrsknotenpunkt an der Westküste in der höchsten Kategorie. Die Basisbevölkerung liegt bei 634.000 mit einer jährlichen Wachstumsrate von einem Prozent. Somit versorgt SFO im Endspiel der 2090er Jahre eine Metropolregion mit weit über einer Million Einwohnern, die in Ihr Streckennetz eingespeist wird.

Der Grund, warum SFO für Routenplaner so wichtig ist, ist derselbe, der auch für Juan Trippe entscheidend war: die Entfernung. Startet man eine Kampagne im Jahr 1930 mit der Bering 314 (dem In-Game-Ersatz für die Boeing 314), ist San Francisco eine der wenigen Startstädte, die einen Pazifikbogen über Honolulu nach Tokio oder Manila bilden können. Bis man 1958 die Bering 707 oder deren Langstreckenvarianten Anfang der 1960er-Jahre freischaltet, sind diese Inselzwischenstopps obligatorisch. Nach der Deregulierung in den 1980er-Jahren wird SFO zum Anziehungspunkt für KI-Gegner im Transpazifikflugverkehr, und die Besetzung von Gate-Plätzen ist dort alles andere als einfach.

Die Streckenökonomie entspricht der Realität. Eine 5.900 km lange Strecke von San Francisco nach Honolulu ist in den ersten Jahrzehnten aufgrund der hohen Rendite sehr rentabel, verliert aber schnell an Bedeutung, sobald die Kapazität der 747-Klasse den Markt überschwemmt. Die strategische Frage ist, ob man die Hauptstrecke San Francisco–Tokio gegen spätere Markteintritte von Air India verteidigen oder San Francisco zu einem Zubringerflughafen für Inlands- und Lateinamerikaflüge ausbauen sollte, sobald die Langstreckenflotte anderswo konzentriert ist.

Strategische Erkenntnisse

Wenn Sie für die Kampagne von 1930 einen US-amerikanischen Startpunkt wählen, sind San Francisco (SFO) und New York die beiden realistischen Optionen. SFO ist nach Westen, New York nach Osten ausgerichtet, und der Rest der Karte richtet sich nach dieser Entscheidung. SFO belohnt einen Betreiber, der sich auf den Pazifik konzentriert: Sichern Sie sich frühzeitig Kapazitäten in Honolulu, nutzen Sie die günstigen Slot-Prämien und investieren Sie den Cashflow, um sich vor der Welle des Luftverkehrs in den 1950er Jahren Zugang nach Tokio zu verschaffen. Vermeiden Sie es, SFO wie einen gewöhnlichen Inlandsflughafen zu behandeln. Atlanta und Chicago dominieren diese Rolle in der Simulation. Der Wert von SFO liegt im Ozean westlich davon, und das Streckennetz, das Sie um diesen Ozean herum aufbauen, entscheidet in der Regel darüber, ob die Kampagne Sie belohnt oder bestraft.


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